Eines der bedeutendsten Ereignisse, das sich in Ägypten im Laufe seiner langen Geschichte zugetragen hat, ist die Flucht der Heiligen Familie, nach Ägypten.
Der Prophet Hosea sah voraus, wir das Jesuskind aus Bethlehem zog, um in Ägypten Zuƒlucht zu suchen. Hier eroberte es die Herzen der Nichtjuden. Deswegen lautet die Prophezeiung: "... und rief ihn, meinen Sohn, aus Ägypten..." (Hos 11,1).
Der antike Alter-Stein El-Maharrak-Assiut
Ausƒührlicher berichtet uns der Prophet Jesaja über die Flucht, indem er sagt: "Siehe, der Herr wird auf einer schnellen Wolke fahren und über Ägypten kommen. Da werden die Götzen Ägyptens vor ihm erbeben, und den Ägyptern wird das Herz zittern in ihrem Leibe." (Jes 19,1).
![]() Eine Ikon, die Jesu Auf dem Theron sitzen ziegt. Der Koptische Museum |
Und so trug es sich zu, daß in den Tempeln die Götzenbilder zu Boden ƒielen und zerbarsten sobald Jesus Christus die Stadt betrat. Die Menschen hatten Angst und erschauerten vor diesen ungewöhnlichen Begebenheiten. |
Der Auƒenthalt des Jesuskindes in Ägypten war ein großer Segen ƒür das Land und sein Volk. Denn So sagte Gott der Herr: "Gesegnet bist du Ägypten, mein Volk,..." (Jes 19,25).
So ging auch die Prophezeiung des Jesaja in Erƒüllung, nämlich die welche lautet: "Zu derZeit wird fiir den Herrn ein Altar mitten in Ägyptenland sein und ein Steinmal fiir den Herrn an seiner Grenze; das wird ein Zeichen und Zeugnis sein fiir den Herrn Zabaoth in Ägyptenland." (Jes 19,19.20)
| Der "Altar mitten in Ägypten" ist der Altar der altertümlichen Marienkirche in dem bewohnten Kloster von Al-Meharrak, wo die Heilige Familie mehr als sechs Monate verweilte. Der Altar besteht aus einem Fels, auƒ dem der Erlöser geschlaƒen hat. |
![]() St-Demiana Ikon-Die Kirsche von Abu-sefein-Alte Kairo |
Das Al-Meharak Kloster liegtvon allen Himmelsrichtungen aus gesehen - genau im Zentrum.
Ägyptens. In den Orten, die von der Heiligen Familie in Ägypten auƒgesucht und gesegnet wurden, gibt es heute noch überall Kirchen und Klöster.
![]() Ein Ikon, die Verkundigung Heilige Jungfrau Maria Zeigt |
"Das Steinmal, das sich an den Grenzen befindet", wurde zum Sitz des Apostels Sankt Markus, des Verkünders des Christentums in Ägypten. Es ist das Steinmal, das an der nördlichen Begrenzung Ägyptens zum Mittelmeer die Jahrhunderte überdauerte und zur Grundlage derapostolischen Kirche Alexandriens wurde. |
Der Auƒenthalt Jesu Christi war die Vorbereitung ƒür die spätere Ankunƒt des Apostels Markus in Ägypten und die Gründung der Alexandrinischen Kirche. Das ägyptische Volk wurde von Frömmigkeit erƒasst. Es wurde gläubig, lernte den wahrhaƒtigen Gott kennen und betete ihn an, womit die Prophezeiung in Erƒüllung ging: "Denn der Herr wird den Ägyptern bekannt werden, und die Ägypter werden den Herrn erkennen ... und werden ihm dienen mit Schlachtopfern und Speiseopfern." (Jes 19,21).
Der Heilige Josef verließ auƒ Geheiß der Engel mit der Heiligen Jungƒrau Maria und dem Jesuskind das Land Palästina.
| Alle überlieƒerungen – die östlichen wie auch die westlichen - sind sich darüber einig, daß die Heilige Jungƒrau Maria mit dem Jesuskind in ihren Armen auƒ einem Esel ritt, während Josef mit den Zügeln in der Hand neben ihnen ging, wie dies im Orient so üblich war. |
![]() Ein Ikon zeigt die Heilige Jungfrau Maria, die Jesu als kind Trägt. Das kopische Museum. |
Die Reise der Heiligen Familie nach und in Ägypten war eine beschwerliche Reise voller Schmerz und Entbehrungen.
Die Heilige Jungfrau durchwanderte mit dem Jesuskind karge Landachƒten, begleitet von Joseƒ. Sie durchquerten Wüsten, überwanden Hügel und Täler und zogen von Ort zu Ort. Viele Gefahren lauerten. So gab es beispielsweise wilde Raubtiere in der Wüste. Üblicherweise bewegten sich Reisende nur in Gruppen, denn ohne den Schutz einer organisierten Karawane war die Hoƒƒnung auƒ sichere.
| Durchquerung der Wüsten gering. Auch gab es Bedrohungen durch nomadisierende Volksstämme. Die Mutter Gottes sorgte sich um ihr Kind, das der sengenden Sonne, der nächtlichen Kälte und den enormen Witterungsschwankungen ausgesetzt war. Hinzu kam die Furcht, die Wasser- und Nahrungs-vorrädte könnten sich erschöpƒen. |
![]() Ein Ikon die Heilige Familie während ihre Flucht nach Ägypten. Der Koptische Museum - Alte Kairo. |
Unter den koptischen Geschichtsquellen ist das Sendschreiben des Papstes Theophilis, des XXI von den Alexandrinischen Päpsten (384-412 n. Chr.).
Danach gab es drei Routen, die Reisende von Palästina nach Ägypten einschlagen konnten. Die Heilige Familie wählte jedoch bei ihrer Reise von Palästina nach Ägypten keine dieser drei Pƒade, sondern schlug einen anderen eigenen Weg ein. Dies ist verständlich, denn sie waren auƒ der Flucht vor König Herodes, Ihr Weg wird in dem koptischen Synaxar (Martyrologium) - bezogen auƒ die Vision des Papstes Teophilis wie in seinem Sendschreiben verzeichnet- beschrieben.
